Am 18. Au­gust 2019 fei­er­te die kfd Herz­la­ke in ei­nem Fest­hoch­amt un­ter Mit­wir­kung des Treff ‘95 und an­schlie­ßen­dem Emp­fang in der Gast­stät­te Moor­mann mit klei­nem Rah­men­pro­gramm ihr 100-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um.
Die An­fän­ge der heu­ti­gen kfd in Herz­la­ke rei­chen zu­rück bis in das vo­ri­ge Jahr­hun­dert. Ge­gen Ende des 19. Jahr­hun­derts voll­zog sich ein tief­grei­fen­der Wan­del im Rol­len­ver­ständ­nis der Frau in Ge­sell­schaft und Fa­mi­lie. 1915 schlos­sen sich pfarr­li­che Müt­ter­ver­ei­ne erst­mals auch auf Diö­ze­san­e­be­ne zu­sam­men.
In Herz­la­ke stell­te der da­ma­li­ge Pfar­rer, Herr De­chant Vo­or­wold, 1919 ei­nen Auf­nah­me­an­trag an den Bi­schof in Os­na­brück, Dr. Wil­helm Ber­ning, ei­nen Müt­ter­ver­ein zu grün­den. Am 15.08.1919 wur­de der Ver­ein mit 150 Mit­glie­der ein­ge­tra­gen.  Nach den Wir­ren des Ers­ten Welt­krie­ges such­ten die Frau­en si­cher Trost und Hoff­nung im Ge­bet und in der Kir­che, da sie mit Pro­ble­men des All­tags al­lei­ne stan­den.
In der ge­gen­sei­ti­gen Un­ter­stüt­zung wur­de die kfd ein Ort des Aus­tau­sches und der Ge­mein­schaft. Die Jung­frau­en- und Müt­ter­ver­ei­ne bil­de­ten da­mals wich­ti­ge Zen­tren in den Ge­mein­den. Als die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten die Frau­en­ver­bän­de 1939 auf­lös­ten, ging die Ar­beit der Frau­en­grup­pen auf Orts­ebe­ne den­noch wei­ter. Hier fan­den Frau­en eine Hei­mat und konn­ten Kir­che le­ben.
Seit 1968 heißt der da­ma­li­ge Müt­ter­ver­ein „Ka­tho­li­sche Frau­en­gemein­schaft Deutsch­lands“.
Prä­gend war in all den Jah­ren si­cher die Er­fah­rung, dass die Ge­mein­schaft ihre Mit­glie­der trägt und man ge­mein­sam vie­les er­rei­chen kann. Un­se­re Frau­en­gemein­schaft ge­stal­tet durch vie­le Ak­tio­nen ak­tiv das Le­ben un­se­rer Ge­mein­de mit und ist eine fes­te Grö­ße, die aus dem Ge­mein­de­le­ben nicht weg­zu­den­ken ist.
In den 70er und 80er Jah­ren war fast jede Frau in der kfd. Heu­te sieht das lei­der ganz an­ders aus. Jede Frau hat ih­ren Be­ruf, ihre so­zia­len Kon­tak­te, vie­le Ver­ei­ne, Grup­pen, Freun­des­krei­se und hat so­mit so vie­le An­nehm­lich­kei­ten, die sich die Frau­en frü­her erst ein­mal er­kämp­fen muss­ten.
Die Frau­en pro­fi­tie­ren in dem Sin­ne von dem En­ga­ge­ment der da­ma­li­gen Frau­en­be­we­gung.
Zum 75. Ju­bi­lä­um gab es in Herz­la­ke 500 Mit­glie­der, heu­te sind es 323 ein­ge­tra­ge­ne Mit­glie­der.
In die­sem Jahr wur­de ein neu­es Lei­tungs­team ge­wählt: An­sprech­part­ne­rin ist Do­ris Schmitz, Ver­tre­te­rin Re­na­te Berg­mann, Kas­sen­war­tin Ma­ria Stu­cken­berg, Bei­sit­ze­rin­nen sind Rita Stott­mann, Gi­se­la Grüß, Mar­le­ne Nie­haus und Ka­rin Bock­win­kel. Seit 2012 ist Ge­mein­de­re­fe­ren­tin Anne Hüer als geist­li­che Be­glei­te­rin beim Team. 30 Be­zirks­frau­en un­ter­stüt­zen die eh­ren­amt­li­chen Tä­tig­kei­ten des Lei­tungs­teams in der kfd Herz­la­ke.

© Dominik Witte